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In Text-, Audio- und Videobeiträgen reflektieren TeilnehmerInnen und KooperationspartnerInnen des Forums SynergieWissen die mannigfaltigen Synergie-Konzepte in den Natur- und Geisteswissenschaften sowie Kunst und Technik, deren geschichtlichen Hintergründe, disziplinären Verwendungen, aktuellen Bezugskontexte und Zukunftspotentiale.
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Synergiefeatures


Synergiefeature01: Synergie - Vom Begriff zur Figur des Wissens

von Tatjana Petzer

Synergetische Prinzipien sind im Spiel, wenn selbstorganisierende Systeme neue Qualitäten erzeugen. Für Synergien gilt der aristotelische Spruch „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile“; darauf beriefen sich gleichermaßen Theologen, Architekten und Physiker. Der Begriff Synergie (griech. Zusammenwirken, Mitwirkung) erlebte in verschiedenen wissensgeschichtlichen Konstellationen Konjunkturen. In den Übertragungen zwischen den Disziplinen verdichteten sich schließlich seine kulturellen, fachwissenschaftlichen und ästhetischen Semantiken zu einer Figur des Wissens... mehr...


Synergiefeature02: Synergie in Kunst und Konstruktion

von Tatjana Petzer, Linda Pelchat und Anar Imanov

Synergie ist heute in der Bildenden Kunst und Architektur ein Denk- und Handlungsmodell mit vielen Facetten. Zugrunde liegen holistische Vorstellungen vom emergenten Zusammenwirken der Teile, von Interaktionen zwischen Innen und Außen, von integrativen Energien der Künste, die sich auf die Naturphilosophie, die Wissenstheorie oder die Religion stützen. Die Konzepte synergy, Syntopie und synérgeia wurden spätestens seit Mitte der 1960er Jahre für Künstler und Konstrukteure zum programmatischen Spielfeld... mehr...


Synergiefeature03: Vorschule der Synergetik. Buckminster Fullers Lehre vom Zusammenwirken more geometrico

von Joachim Krausse

Dass das Wort „Synergy“ im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts in einen allgemeineren Gebrauch gekommen ist, verdankt sich vor allem der Initiative des amerikanischen Erfinders und Designdenkers R. Buckminster Fuller. Seine Kuppelkonstruktionen, Raumtragwerke und Tensegrity-Strukturen überraschten durch einen Mehrwert an Spannweite, Festigkeit und Leichtigkeit, der mit klassischen Rechenmodellen der Statik nicht zu erfassen war. Grundlage all dieser Bauten und Strukturen war eine Geometrie, die Fuller zuerst „energetisch“, dann „energetisch-synergetisch“ und schließlich „Synergetics“ nannte... zum Audiobeitrag...


Synergiefeature04: Synergie oder Totalität? Kugelbauvisionen, Planungsstrategien, globale Netzwerke

von Susanne von Falkenhausen

Ließe sich meine Kulturgeschichte der sphärischen Bauten als Visionen für die politischen und medialen Kulte von Totalität seit 1789 in irgendeiner Weise mit Richard Buckminster Fullers Begriff der Synergie zusammendenken? Wo könnten die Verbindungslinien zwischen Fullers synergetischem Universum, dessen geodätischen Konstruktionen, und den jakobinischen Kugelbauvisionen liegen? mehr...



Synergiefeature05: Buckminster Fuller’s School of Synergetics

von Christina Vagt

R. Buckminster Fuller’s Synergetics is designed to be a cure against world’s most severe problems: over-specialization in the sciences and the inequitable distribution of wealth. Like its prelude, Ludwig von Bertalanffy’s General System Theory, Fuller’s Synergetics refers to a supposed superstructure of systems, a concept of wholeness to be found in all fields of sciences, whether physics, biology, psychology or social sciences. Apparently, he is not the only 20th-century thinker who oscillates between systems theory and cosmology... mehr...


Synergiefeature06: Form follows Science: ein geodätisches Projekt im Riesengebirge

von Mirko Baum

Die Baubedingungen auf dem Berggipfel waren durch das rauhe Klima zeitlich stark eingeschränkt und für den Materialtransport kamen nur Seilbahn und Hubschrauber in Frage. Deshalb wurde für den Hauptbau die Konstruktion einer geodätischen Kuppel gewählt. Als Form des größten Inhalts bei kleinster Fläche versprach sie die geringsten thermischen Verluste sowie gute aerodynamische und statische Eigenschaften. ...mehr...



Synergiefeature07: Synergie als Symbiose: Genossen, Agenten, Kreisläufe. Das Beispiel der Knöllchen-Bakterien

von Peter Berz

An dieser in der Landwirtschaft seit langem bekannten und genutzten Symbiose sind drei Mitspieler, alias Genossen oder Agenten beteiligt: eine Pflanzenfamilie, eine Bakterienart, ein chemisches Element. Die Symbiose agiert in synergetischen Kreisläufen, das ist: in bio-geo-chemischen Prozessen planetarischen Ausmaßes. In der Düngemittelproduktion werden sie Geschichte: Symbiose steht in Konkurrenz zu industriellen Verfahren. Die grundsätzliche Frage nach einer energetischen Zukunft ohne oder einer synergetischen Zukunft mit „companion species“ zeichnet sich ab... mehr...


Synergiefeature08: The Biosphere and Noosphere: Vladimir Vernadsky and Teilhard de Chardin

 von Jesse P. Hiltz und George Levit

At the beginning of the 20th century, Vladimir Vernadsky and Pierre Teilhard de Chardin created theories in which the concepts of the biosphere and the noosphere played an important role. They shared similar bodies of empirical data, general methodological premises and concepts, and comparable theoretical objectives. Both scientists left the boundaries of purely descriptive natural science and tried to create all-embracing and “worldview-building” theoretical systems including elements of philosophy, social sciences and authorized interpretations of evolutionary theory. Yet, each of their resultant biosphere/noosphere theories describe two different theoretical worlds... mehr...


Synergiefeature09: Noosphäre – SynEnergien very long range

 von Benjamin Steininger

Denken an sich, sagt Vernadskij, ist keine Energieform. Aber das Denken im Zeitalter der fossilen Energieträger ist offensichtlich in der Lage, Energie aus den tiefsten historischen Schichten der Biosphäre zu entfesseln. Es ist dieser Blick auf die Zeit des Planeten, der mich an den fossilen Rohstoffen interessiert, und der auch Vernadskij umgetrieben hat. Die Geschichte der Industrialisierung überhaupt lässt sich als Zugriff auf die planetarische Zeit hin lesen. In den Weltkriegen wird die fossile Wucht der Moderne auf besondere Weise greifbar... mehr...


Synergiefeature10: Chreode

von Vanessa Lux

In seinem Buch The strategy of the genes stellt der Biologe Conrad Hal Waddington 1957 fest: „Oddly enough, I can discover no technical word meaning a pathway of change which is equilibrated in the sense that the system tends to return to it after disturbance“. Er hatte erwartet, dass ein solches in der Kinetik oder Kybernetik polyphasischer Systeme zu finden sei. Eine entsprechende Suche blieb aber wohl erfolglos, denn Waddington schlägt schließlich den Neologismus „creode“ als Bezeichnung für diese besondere Systemeigenschaft vor. Eine Chreode repräsentiert eine zeitliche Abfolge von Zuständen eines Systems in Form einer durch Raum und Zeit gezogenen Entwicklungsbahn. Sie ist durch die Wechselwirkungen der einzelnen Teile des Systems bestimmt ... mehr...


Synergiefeature11: Autopoiesis und Synergetik - zwei unterschiedliche Konzepte der Selbstorganisation

von Marie-Luise Heuser

Die Theorie der Autopoiesis und die Theorie der Synergetik werden oft synonym als Selbstorganisationstheorien aufgefasst, obwohl es gravierende Unterschiede zwischen beiden gibt, die das konzeptionelle Verständnis von „Selbstorganisation“ betreffen. Die Autopoiesistheorie bezieht sich auf die Selbstproduktion bereits vorhandener lebender Systeme, während die Synergetik fundamentaler nach dem Ursprung und der Evolution von Ordnungszuständen fragt. Autopoiesis findet im dynamischen Gleichgewichtszustand statt, während synergetische Prozesse kritische Ungleichgewichtszustände voraussetzen... mehr...


Synergiefeature12: Physik der Migräne

 von Markus Dahlem

Theoretische Physik und Neurologie, zwei scheinbar unabhängige Gebiete, treffen sich im Konzept der dynamischen Krankheiten: ein Konzept, das bewusst als Gegenpol zu dem der genetischen Krankheiten entwickelt wurde. Beide Konzepte ergänzen sich und sind aufeinander angewiesen, will man die Möglichkeiten der modernen Medizin ausschöpfen. Unter dynamischen Krankheiten verstehen wir solche mit besonderen zeitlichen Verläufen der Symptome. Symptome also, die gewissen Rhythmen folgen. Mit mathematischen Methoden können im Rahmen der Bifurkationstheorie Übergänge von Rhythmen, z.B. von einem gesunden zu einem kranken Zustand, klassifiziert werden. Dahinter verbirgt sich die Hoffnung, dass dieses mathematische Verständnis auch neuartige Therapieansätze eröffnet... mehr...


Synergiefeature13: Synergie: Zur Geschichte einer Elementaridee an der Nahtstelle von Religion und Medizin

 von Igor Polianski

Die Heilkunde ist eine soziale Praxis, welche wie sonst keine andere durch synergetische Maximen und holistische Denkansätze geprägt wurde. In der Geschichte zeugen davon der paritätische Kompromiss, wonach die Heilwirkung der Medikamente auf eine Kooperation zwischen ärztlicher Kunst und Heiligem Geist zurückzuführen sei, die säkulare Arzneimittellehre und der Vitalismus Georg Ernst Stahls. Aus ideengeschichtlicher Perspektive ließen sich diese Synergie-Konzepte, die seit der Antike in immer neuen Begriffskonfigurationen wiederkehrten, nach Arthur Lovejoy als Elementaridee beschreiben... mehr...


Synergiefeature14: Can We Consider Synergetics as a New Naturphilosophie?

 von Elena Knjazeva

Synergetics provides us with the knowledge of behavior of complex nonlinear systems in nature, society and in the human consciousness. The theory teaches us how we can comprehend this complexity and cope with it. In other words, it pretends to universalism. The question arises what is the difference between synergetics and the known systems of natural philosophy which consider nature in its integrity when resting upon concepts elaborated in natural sciences? Can we consider synergetics as a natural philosophy of the epoch of the post-nonclassical science? mehr...


Synergiefeature15: Der Synergiebegriff der byzantinischen Philosophie und sein gegenwärtiger Gebrauch

  von Georgi Kapriev

Die byzantinische Philosophie erhebt zum primären Gegenstand nicht die Substanz an und für sich, sondern ihre Wirklichkeit, ihre Wirkungen und Bewegungen und also ihre Existenz, wodurch eben auch die Essenz erkannt werden kann. Ihre konstitutive Achse sind die Energienlehre und das Synergie-Konzept. Die vortheoretische Grundlage liegt in einer alltäglichen Evidenz. Aphoristisch formuliert: das griechische pragma ist nicht restlos mit der lateinischen res identisch. Pragma ist das Konkretum von praxis. „Praxis“ bedeutet aber nicht „Gegenständlichkeit“, sondern „Handlung“, „Tun“, „Wirken“, wobei die ursprüngliche Bedeutung „Durchdringen“, „Hindurchdringen“ ist. Die Wirklichkeit ist ein dynamisches Netz, das kraft der Verflechtung von hypostatisch geäußerten Wirkungen geknüpft wird... mehr...


Synergiefeature16: Vladimir Solov’evs synergetischer Individualismus: Das Gebet als Kommunion mit Sophia

von Henrieke Stahl

Der orthodoxe Neopalamismus hat sein Herzstück in der Lehre des Synergismus. In diesem Punkt distanzierte er sich aber entschieden von der Strömung, welcher er eigentlich seine Entstehung zu verdanken hat: der russischen Sophiologie und dessen Begründer, Vladimir Solov’ev. In seinem Frühwerk entwickelte dieser die Auffassung, wonach das Gebet nicht nur die wichtigste Form der Synergie, sondern auch eine Technik zur Erlangung von Gotteserfahrung sei, insbesondere in Form der mystischen Erfahrung göttlicher Offenbarung. ...mehr...


Synergiefeature17: Why unlock oneself? A new anthropology growing out of the ancient principle of synergy

von Sergej Choružij

Following the general principles of Orthodoxy, the teachings of Gregory Palamas, a monk from the Holy Mount of Athos, stated that the destination of Man and the fullness of his self-realization represent nothing but the deification of man (theosis), that consists in transcending man’s mode of being: such a change that all energies of the human being unite with Divine energies, and so partake in Divine being. It stated also that, according to the experience of hesychast practice, the necessary condition for theosis is the achievement of synergeia, synergy: a meeting and collaboration, concerted action of all human energies and Divine energy... mehr...


Synergiefeature18: Synergie, Monismus und Weltanschauung im Kontext der russischen Moderne

von Igor Polianski

Synergie steht für holistisches Denken, d.h. für die Idee des Zusammenwirkens und Einheitsstrebens, welche die russische Kultur bekanntlich seit Jahrhunderten prägt. Insofern lohnt es sich, nach semantisch äquivalenten Kodierungen dieser Sinnzusammenhänge zu fragen, die gleichsam als Doppelgänger von „Synergie“ bezeichnet werden könnten. „Monismus“ und „Weltanschauung“ scheinen solche Äquivalente zu sein, wenngleich sie signifikante Bedeutungsverschiebungen (von der Emergenz in der Wirkungseinheit zur Emergenz in der Einheit des Sehens und Denkens) aufweisen... mehr...


Synergiefeature19: Synergie durch Pfropfung. Aleksandr Bogdanovs Einsatz in Philosophie, Kunst und Medizin

von Margarete Vöhringer

Inwiefern kann Aleksandr Bogdanov tatsächlich als Synergetiker aufgefasst werden? Diese Frage konfrontiert uns mit einem systematischen Problem, das für manchen Historiker ein Grund wäre, sie gar nicht erst zu stellen: Bogdanov verwendete den Begriff nicht. Wohl aber bezog er sich immer wieder auf Aristoteles’ Formel: Das Ganze sei mehr als die Summe seiner Teile und entwickelte daraus eine Philosophie, der zufolge alles mit allem in Beziehung stehe und eine Dynamik des Weltganzen hervorbringe, die man optimieren kann, wenn man sie einmal verstanden hat. Ich möchte nun versuchen, Bogdanovs Philosophie als synergetisch zu verstehen und dabei zeigen, dass dies viel besser gelingt, wenn man neben seinen Schriften (in denen der Begriff fehlt) auch die praktischen Aktivitäten in Betracht zieht (in denen sich die Strukturen konkreter zeigen)... mehr...


Synergiefeature20: »Das Wort ist synergetisch«. Pavel Florenskijs Kulturtheorie des Zusammenwirkens

  von Tatjana Petzer

Dem russischen Mathematiker und Priester Pavel Florenskij zufolge entfaltet das Wort, und insbesondere der Name, durch die göttliche Einwirkung in menschlicher Rede und durch die menschliche Mitwirkung an den Energien Gottes seine Wirksamkeit. Der ausgesprochene Name wirke magisch auf die Außenwelt und mystisch auf die Innenwelt des Sprechenden ein. Dabei setze der performative Sprechakt Energien frei, die die Partizipation des Menschen am Schöpfungswerk Gottes, und damit synergeia ermöglichen... mehr...


Synergiefeature21: Look beyond the Horizon (about reverse Perspective)

von Gor Čachal

It turns out that objects situated beyond the horizon, in the supernatural world, can only be observed contemplatively, in reverse perspective. The return of artists to direct linear perspective during the Renaissance was only a loss on their part of the desire to look beyond the horizon. In essence, it was a rejection of interest in the Divine world, and a step backwards in spiritual development. It is thus clear why Pavel Florensky argued that direct perspective and reverse perspective are the antipodes of artistic thinking... mehr...


Synergiefeature22: Velimir Chlebnikovs imaginäre Synergie

von Anar Imanov

Mit seinem „Gamma des Budetljanin“ entwarf der russische Futurist Velimir Chlebnikov ein mathematisch-, astro- und historiometrisches Konzept zur Darstellung des Zusammenwirkens von Ereignissen und Prozessen sowie zur Synchronisation dieser Schwingungen aus Raum und Zeit in der Literatur. Bei der Erforschung des Rhythmus, der diese Größen verbindet, werden energetische Strukturen und Korrelationen sichtbar. Diese verschmelzen in ein globales synergetisches System, in eine einzige Schwingung kosmischen Ausmaßes... mehr...


Synergiefeature23: Erzählen und Erlösen: Martin Bubers frühe Deutung des Chassidismus

 von Martin Treml

Martin Bubers Arbeiten zur mystischen Bewegung des Ostjudentums und zu ihren Meistern, den „Zaddikim“, waren Bestseller des Fin de Siècle. In ihnen wird ein ganzer Kontinent religionskultureller Praktiken dem assimilierten Westjudentum bekannt gemacht. Auf der Grundlage des Chassidismus formuliert Buber eine allgemeine und praktische Theologie der Erlösung. Medium dieser Theologie ist die Erzählung: sei sie eine längere Geschichte, die Buber „nacherzählt“, sei sie der knappe Ausspruch des Charismatikers, des Mittlers zwischen Gott und Menschen, der der Gemeinde seiner Anhänger vorsteht... zum Audiobeitrag...


Synergiefeature24: Engineering applications of self-organization and pattern formation principles

 von Jens Starke

Self-organized modular approaches proved in nature to be robust and optimal and are therefore also a promising strategy in engineering. The potential of self-organization and pattern formation principles in engineering will be demonstrated for future concepts of flexible and modular manufacturing processes. In particular, a model of flexible manufacturing is considered which is based on time-dependent robot-target assignment problems where robot teams have to serve manufacturing targets in an optimal way. ...zum Audiobeitrag...


Synergiefeature25: Intelligente Systeme. Von der Evolution des Gehirns zur Robotik und künstlichen Intelligenz

 von Klaus Mainzer

»Leben als Maschine« und »künstliche Intelligenz« sind spätestens seit der Renaissance wirkungsmächtige Metaphern. Gibt es Gesetze, mit denen die Evolution berechnet, erklärt und prognostiziert werden kann? Mit den neuen Methoden der Biomathematik, Biophysik und Bioinformatik zeichnet sich diese Entwicklung in der Systembiologie ab. Die Rede ist von Cyberphysical Systems als soziotechnischen Systemen, in denen Natur, Technik und Gesellschaft zusammenwachsen. Welche Risiken und Chancen sind mit diesen komplexen Infrastrukturen des globalen Erdsystems verbunden? Wie lassen sie sich steuern, um nicht von einer »blinden« soziotechnischen Koevolution überrollt zu werden? ...zum Videobeitrag...


Synergiefeature26: Über das »Zusammenwirken« in der Chemie

von Robert Kretschmer

Betrachtet man die Begriffe Kooperativität und Synergie unter chemischen Gesichtspunkten, so ist zunächst die Frage zu stellen, welche Teile hier in irgendeiner Weise zusammenarbeiten oder zusammenwirken. Bei Reaktionen sind es chemische Moleküle, bei Molekülen Atome und bei Atomen deren Kernbausteine, die die Eigenschaften des zu beschreibenden Systems bestimmen. Folgt man diesem Gedankengang, so kann die Chemie - zumindest die allgemeine - nicht unkooperativ sein. Alles hängt von einander ab...mehr...

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